Eine einfache Frage, die alles verändern kann

Und warum ich sie mir stelle.

 

Du hast vielleicht meinen Beitrag zum Thema Atmung gelesen. Ich schreibe darin, wie uns eine gleichmäßige, bewusste Atmung im turbulenten Alltag hilft, uns wieder zu besinnen.
Es gibt aber Situationen, die uns richtig aus der Bann werfen können und die innere Bombe einfach kurz vorm explodieren ist.

 

Du hattest einen langen Tag und möchtest den Abend genießen, bringst die Kinder zu Bett aber sie wollen ausschließlich heute nicht schlafen.
Du kochst was gesundes UND leckeres zugleich und dein Kind mäkelt am Esstisch?
Du bist schon spät dran und dein Kind will unbedingt die Schuhe selber binden.
Oder du hast dich auf einen entspannten Filmabend mit deinem Mann gefreut und er bleibt länger auf Arbeit.

 

Kommt dir etwas bekannt vor? Was ist deine Strategie, mit solchen Situationen umzugehen? Wirst Du schnell ungeduldig oder sauer? Ich weiß, wie frustrierend das ist. Und ich kenne den bitteren Nachgeschmack, wenn ich mich von den negativen Emotionen regelrecht überollen lasse und nur auf Autopilot laufe. Es lohnt sich daher, die Strategien zu hinterfragen, denn solche und ähnliche Situationen wiederholen sich fast täglich!
Und genau deswegen reagieren wir fast immer gleich – wir haben diese Verhaltensweisen schon so oft wiederholt, dass uns nichts anderes mehr einfällt. Und so wirst Du vielleicht täglich laut, wenn dein Kind noch nach dem Lieblingskuscheltier sucht Du aber schon vor 10 Minuten auf Arbeit sein müsstest. Oder Du schweigst den Partner an, um ihm zu zeigen wie unzufrieden Du bist, wenn er später nach Hause kommt.

 

Meine Frage an dich: Wird dein Leben schöner dadurch? Wie gut geht’s dir nachdem Du wütend oder traurig warst? Vermutlich nicht besonders blendend.

 

Möchtest Du wissen, was ich mache, wenn ich merke, dass das ruhige Atmen dringend Unterstützung braucht? Ich stelle mir innerlich eine Frage. Es ist die simple Frage, die alles in ein ganz anderes Licht rücken lässt:

 

„Was ist gerade wesentlich?“

 

Spannend, dass mir kein einziges Mal Antworten wie: „Recht haben, Kinder erziehen oder Partner bestrafen“ einfielen. Was sich stattdessen zeigt, ist was sanftes: Frieden, Liebe, Harmonie. Wenn ich irgendwann auf mein Leben zurückblicke, werde ich vermutlich nicht die Momente bereuen, an denen ich zu spät auf Arbeit kam, sondern als ich meine Kinder ungeduldig anschrie oder meinen Partner mit Liebesentzug bestrafte.

 

Letztendlich kann der Atem und meine Frage nur eine Erinnerung an uns alle sein, dass oft im Leben der Fokus auf die banalen Dinge fällt. Und das wirklich Wesentliche, das uns mit dem Leben verbindet, im Trubel des Alltags und in der Macht der Gewohnheiten untergeht.

 

 

Alles Liebe, Kasia

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