Inspiration zur (Beziehungs-)Pflege

Wir alle kennen es: Pflegesituationen sind manchmal schwierig. Das Kind wehrt sich oder rennt weg, wir sind angespannt und wollen es schnell über die Bühne bringen. Aber so richtig gut fühlt sich das nicht an ….

 

Wenn wir uns fragen, was Pflege eigentlich ist, wird uns erst bewusst, dass da wesentlich mehr dahinter steckt, als nur das Bedürfnis nach Sauberkeit zu stillen.

 

Pflege ist Kommunikation. Fürsorge. Berührung. Und sie beeinflusst maßgeblich die Qualität unserer Beziehung zum Kind.

 

Wenn wir das Kind wortlos anfassen, hochheben, hinlegen, auf dem Wickeltisch herumschieben, wird es leicht zu einem „Objekt“ in unseren Händen. Dabei erlebt das Baby gerade in den ersten Wochen die Welt durch sich selbst. Jede Berührung ist eine Nachricht, die seine Persönlichkeitsentwicklung beeinflusst.

 

Die Art, wie der Erwachsene mit dem Kind umgeht, vermittelt ihm viele Botschaften. So sind rasche, harte Bewegungen gleichzeitig Vermittler von Unaufmerksamkeit, Ungeduld, manchmal auch Gleichgültigkeit und drücken kein Mitgefühl aus. Solche Erlebnisse behindern eher die Entstehung einer Beziehung.*


 

Dein Leitfaden für eine respektvolle Baby-Pflege:

 

❥ Bereite euch eine sichere und bequeme Pflege-Umgebung vor
❥ Berücksichtige bei der Pflege immer den aktuellen Entwicklungsstand deines Kindes
❥ Spreche dein Kind mit sanfter, ruhiger Stimme an
❥ Halte mit deinem Kind Augenkontakt
❥ Kündige deinem Kind jeden Schritt an und warte seine Reaktionen ab

❥ Halte deine Hände offen
❥ Lass sie tastend, empfindsam und einfühlsam werden

 

Überprüfe immer wieder deine Haltung dem Kind gegenüber. Wenn du erwartest, dass es einfach tut, was du willst und benutzt die obigen Tipps, um die Wirkung zu verstärken, erwarte keine Erfolge. Dein Kind merkt, ob deine Absichten wohlwollend und aufrichtig sind.

Und wenn dem so ist, dann kann sich dein Kind entspannen, locker werden und freudig kooperieren.

 

In meinem Mutter-Kind Kurs für Kinder ab ca. 4 bis 12 Monaten, der sich „Baby Spielraum“ nennt, können Mütter mit ihren Kleinen eine innige Zeit verbringen. Während das Kind in einer liebevoll vorbereiteten Umgebung spielt, forscht und entdeckt, kann sich die Mama zurücklehnen und das Tun ihres Kindes achtsam wahrnehmen.

 

Sie erfährt in diesem Kurs auch einiges über die Bedeutung der achtsamen Pflege, der freien Bewegungsentwicklung sowie des freien Spiels.

 

Ich bin neugierig welche Gedanken und Reflexion bei dir vielleicht auftauchen. Schreibe mir gerne einen Kommentar.

 

Alles Liebe für dich. Kasia

 

Lesenswertes:

* Leseprobe: „Miteinander vertraut werden – Erfahrungen und Gedanken zur Pflege von Säuglingen und Kleinkindern“ – Dr. Emmi Pikler

 

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